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Fragmente 1
Kommunikation gelingt umso besser, je sachgerechter alle Teilnehmer auch zwischen den Zeilen zu lesen verstehen.
(Fagusarua)
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Intelligenz macht schüchtern.
(Erasmus von Rotterdam)
Eine Gruppe gesellschaftlich wertgeschätzter Entscheidungsträger ("Experten")
nach einer Wochenendtagung beim obligatorischen Pressetermin.
Und da wollen wir uns doch sogleich an das Peter Prinzip erinnern, wonach Menschen so lange befördert werden, bis sie die allerhöchste Stufe ihrer Inkompetenz erreicht haben.
Frage: Warum kommt uns dieses Phänomen wirklich nicht so unbekannt vor?
Es ist vorbei, dass etwas wahr gewesen ist.
Elfriede Jelinek, Neid
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Der kulturbefördernde Füll
Ein wünschbar bürgerlich Idyll
erschafft, wenn du ihn trägst, der Füll.
Er kehrt, nach Vorschrift aufgehoben,
die goldne Spitze stets nach oben.
Wärst du ein Tier und sprängst auf vieren
er würde seinen Saft verlieren.
Trag einen Füll drum! (Du verstehst:
Damit du immer aufrecht gehst.)
(Christian Morgenstern)
Mägde am Sonnabend
Sie hängen sie an die Leiste,
die Teppiche klein und groß,
sie hauen, sie hauen im Geiste
auf ihre Herrschaft los.
Mit einem wilden Behagen,
mit wahrer Berserkerwut,
für eine Woche voll Plagen
kühlen sie sich den Mut.
Sie hauen mit splitternden Rohren
im infernalischen Takt.
Die vorderhäuslichen Ohren
nehmen davon nicht Akt.
Doch hinten jammern, zerrissen
im Tiefsten, von Hieb und Stoß,
die Läufer, die Perserkissen
und die dicken deutschen Plumeaus.
(Christian Morgenstern)
"Sobald man annimmt, das Leben der Menschheit könne durch Vernunft gelenkt und geleitet werden, macht man das Leben als solches unmöglich."
(aus: Leo Tolstoi, Krieg und Frieden)
Man muß das Wahre immer wiederholen,
weil auch der Irrtum um uns her immer
wieder gepredigt wird.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Man höre und lese (und leider auch: sehe), was die Hundts, Rogowskis und Politschiks von der Schule alles erwarten: schon weiß man Bescheid. Nämlich: Das kann Schule überhaupt nicht leisten und wenn sie es dennoch leistet, dann ist sie nicht mehr das, was sie nach meinem Dafürhalten eigentlich sein sollte - ein Ort allumfassender Bildung, die es erst ermöglicht, mündig eine eigene Entscheidung irgendwann dann einmal zu fällen, welche Schwerpunkte man in seinem eigenen Leben setzen möchte ( oder aber: auch nur kann).
Es ist das gute Recht all jener Interessenvertreter, ihre Position zu formulieren, sie auch behaupten zu wollen; es aber nicht ihr gutes Recht, das gesellschaftliche Versagen gerade weil es so einfach und auch so bequem ist den Schulen anzulasten. Was wir brauchen ist ein Mehr an Zivilcourage (schlimm schon, das man in diesem Zusammenhang so ein gewichtiges Wort bemühen muß ...), die sich gegen jene ideologischen Forderungen wendet und sie als solche brandmarkt.
Oder aber: Es ist unverzichtbar, genau und ohne jegliche Möglichkeit auf Rabulismus und Rationalisieren die Dinge unverrückbar beim Namen zu nennen.
Jede Forderung, die an "Schule" gerichtet wird, ist daraufhin zu überprüfen, welchen Interessen und Zielen sie dient.
Das reicht jedoch noch nicht aus. Es muß auch in einem Wertfindungsprozeß klar gemacht werden, ob und wenn ja warum diese Ziele zu verfolgen sind. Oder aber auch, warum nicht. Diese Legitimationsarbeit ist zu leisten. Man kann es volkstümlich formulieren: Die Masken der Forderer ist ihnen vom Gesicht zu reißen. Von mir aus auch wissenschaftlicher ausgedrückt: Die Ideologiekritik muß wieder unverzichtbarer Bestandteil in gesellschaftlichen Konstruktionsprozessen werden.
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Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben -- aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.
Hermann Hesse
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Visionen ...
Die gibt es nur dann, wenn es einem gelingt, sie sich selbst zu verschaffen. Dies bedeutet jedoch - und damit dürfte für die allermeisten eine unüberwindbar Hürde gegeben sein - - ein an einer persönlichen Innerlichkeit orientiertes Leben zu leben und zu meistern, das Visionen immer wieder als das empfinden wird, was sie sein müssen, sollen sie fest wirksam wirken: eine Selbstverständlichkeit in Denkweise, Fühlen und Schreiten. Die Zeit sich wieder zurück erobern. Für wesentliche Zwecke. Sie vor allem auch der sogenannten Unterhaltungsindustrie entreißen.
Sich wieder selbst unterhalten lernen. Nein sagen lernen. Deutlich und sehr laut.
Visionen als Umgestaltung! Visionen als Ausbruch aus jener öden, den menschlichen Geist gründlich verkennenden saturierter Kopfschonung. Aufhören mit der Vergewaltigung des eigenen Denkapparates. Dann wird es sie wieder geben - jene Visionen, die fernab oberflächlich esoterischer Modeakrobatik ansiedelbar sind ...
Ein Gedicht:
Die Konferenz
Ich sehe sie noch in Konferenzen sitzen
Wie sie über Nichtigkeiten schwitzen
Jenes über Nebensächlichkeiten Brüten
So sich vor kritischen Einsichten hüten
Es melden sich nun auch jene zu Worte
Die ansonsten von schweigsamster Sorte
Denen Wahrheiten so gar nicht schmecken
Deren Leidenschaft eher das Speichellecken
Wie sie anödend große Wörter schwingen
Vorgeblich stets nur ums Allerbeste ringen
Dabei in trübster Brühe behäbig schwimmen
Abweichende Gedanken sie zutiefst ergrimmen
Wie sie gleichwohl verstohlen auf Uhren sehen
Die meisten würden wirklich gern schon gehen
Doch zugeben solch verborgen’ Wunschgedanken
Brächte ihre Subalternität verderblich ins Wanken
Alle Welt mit Euphemismen kleingeknechtet
Alles mit kleinem Horizont schön gerechnet
Kleine Lichter flackern in der Tischerunde
Und hoffen vor allem auf gemächlich’ Stunde
Jenes sich gegenseitig auf Schulter Klopfen
Mit genehmer Selbstgefälligkeit verkopfen
Mit falschen Kleidern den Schein gut wahren
Und Zeit für Zeit in diesem Trott verfahren
Dabei so tun als sei man selbst die Innovation
Vorauseilend’ Gehorsam als gewählter Ton
Im Umgang mit all dem was Widrigkeiten
Jedoch niemals Risiken durch fruchtbar Streiten
Da besser schon ausgetretene Bahnen hegen
Eigene Enge als verbindlich’ Maßstab pflegen
Unerwünscht ist Störung durch echte Tat
Gefährdet doch den Rhythmus im Hamsterrad
Also Aktionismus in treuer Selbstgefälligkeit
Den Ernst übertünchen in gespielter Heiterkeit
Mit Witz Speis und Trank Frohsinn generieren
Sich ob der Täuschung kein bißchen genieren
Was sind wir doch für eine gemütliche Runde
Wie wir schaffen das Größte in jeder Stunde
Wie wir der Obrigkeit gut und folgsam dienen
Bei allem Geschehen mit zustimmend Mienen
Ach wie sind jene halt manifest als Ineffizienz
Verborgen in jener seltsam’ Art von Konferenz
Wie geschickt sie Stillstand können verbergen
Wie duldsam sie sich fügen zu Geisteszwergen
Doch eines läßt sich dem wachen Betrachter
nicht verhehlen
Wie sie unverantwortlich einfach wertvolle
Zeit nur stehlen
(Fagusarua, 2. November 2013)
Hier eine ganz kleine Erinnerung daran, wie und womit ich eine längere Zeit in meinem Leben recht gut meinen Lebensunterhalt verdient habe. Lange Zeit war das ein sehr erfüllender und einen auch jung haltender Beruf. Menschen etwas zu vermitteln, nämlich die Notwendigkeit zu einem selbstbestimmten Leben, ist anstrengend und sehr schön zugleich. Ob ich unter den heutigen Bedingungen den Beruf einer Lehrkraft nochmals wählen würde? Gewiß eine absurde Frage, denn Zeit läßt sich bekanntlich nicht zurückdrehen. Aber ich möchte dennoch eine Antwort geben: heutzutage eher nicht diesen Beruf wählen! Die Gesellschaft läßt die Lehrkräfte mit ihren Aufgaben sehr allein; ganz im Gegenteil: man lädt auf Schule längst all das ab, was Eltern, was Politik, was Verwaltung nicht in der Lage sind zu lösen oder sich weigern, es zu tun. Unter diesen Bedingungen also Lehrer oder Lehrerin werden? Ich meine: Nein! Es war sicherlich einmal ein sehr schöner Beruf, vielleicht einer der schönsten Berufe, die es gibt / gab. Aber das ist er seit geraumer Zeit nicht mehr! Und die vielen Zeichen sind unübersehbar: Die Tendenz wird weiter ins Negative gehen. (Es fehlen eben Kraft, Wille und Mut, diese negative Entwicklung umzukehren, man überläßt Schule immer mehr dem Diktat der Oberflächlichkeit (vor allem: dem des Zeitgeistes), der Erziehungsunfähigkeit und -unwilligkeit einer zunehmenden Zahl eigentlich Erziehungsverpflichteter, führt "Schule" hin zu Aktionismen und überläßt sie vor allem einem Prügelknabendasein. Ein Staat, der hier untätig bzw. hilflos zusieht, der unfähig ist, die richtigen Weichen zu stellen (man denke nur an das Absenken der Anforderungsniveaus, an die Blindheit gegenüber Notwendigkeit und Einhalten von Ordnung und Disziplin wozu ich auch das hilflose oder vielfach gar bejahende Zusehen bei den Schulschwänzereien zähle -- z.B. bei den Fridays-for-Future Aktionen und dem Unterordnen unter jenen Greta-Thunberg-Hype, als gäbe es keine anderen und viel wertvolleren Vorbilder -- die mittlerweile diesbezüglich auch mit zunehmenden Maße verschmähte resp. geleugnete deutsche Kultur läßt da grüßen -- mehr! --, all das häufige intensivierte Beschönigen und Verharmlosen von offenkundlichen Mißständen, u.a.m. zeigen deutlich, wohin es mit "Schule" geht, wie sich das Arbeiten dort entwickelt hat und mit sehr großer Sicherheit weiterentwicklen wird, ein Staat, der seine Lehrkräfte nicht (mehr) wirksam zu schützen vermag, der nicht die hierzu notwendigen entsprechenden verbindlichen Rahmenbedingungen setzen kann, ja, so ein Staat sollte sich nicht wundern, wenn er für das Bildungswesen nicht mehr zielführend das kompetente Personal erhält. So ein Staat sollte sich auch nicht über "Burn-Outs", innere Emigration, abnehmende Motivation, zunehmende Krankheiten seiner "Lehrkräfte" wundern. Daß vor dem Hintergrund einer solchen Misere dann auch noch Zusatzbelastungen an "Schule" (z.B. die undurchdachte, von reinem Wunschdenken getragene Inklusion, für die es an allen Ecken und Enden an den notwendigen Voraussetzungen fehlt -- von der Zielgruppe einmal abgesehen ...) verordnet werden, zeigt doch obendrein, wie armselig das Bildungsverständnis und die Vorstellung von Machbarkeit seitens Politik und Administration mittlerweile geraten ist. Und anstatt sich den wirklichen Belangen zu widmen, den Lehrkräften zu helfen, übt man sich in Aktionismen, singt die Hohe-Lieder von Whiteboard-Einsatz, Smartphone- und Handynutzung im Unterricht, erdreistet sich bisweilen nicht einmal, bei zurückgehender Schülerzahl mit dem Angebot einer "Tablet-Klasse" zu locken, so als könnte man mit dem Einsatz dieser technischen Mittel auch nur einen Deut mehr an Grundbildung ermöglichen, an grundlegenden Tugenden und Basiskompetenzen (von den Gerätschaften hier einmal abgesehen) anbahnen. Ist man hier nicht längst schon "Lug und Trug" verfallen, hat man da nicht längst schon sich zum Erfüllungsgehilfen einiger ausschließlich auf Gewinnmaximierung und bar jeglichen Nachhaltigkeitsgedanken verfestigten Interessengruppierungen erniedrigt? Der Verdacht liegt auf der Hand, zumindest sprechen viele Fakten dafür ...
Fazit: Gelingt es in dieser Gesellschaft nicht, endlich massiv und radikal um- und gegenzusteuern, was die Überforderung von Arbeiten an Schulen angeht, wird das Diktum "Bildung ist unser einziger Rohstoff" zur Farce werden, werden wir eben in "Rohstofflosigkeit" enden ... Und jeder junge Mensch mit Tatkraft und Ideal (der sich nicht verheizen lassen will) wird vor allem vor dem Hintergrund fehlender qualifizierter Arbeitskräfte einen anderen Berufsweg als den einer Lehrkraft wählen ... Das dürfte sicher sein.
(Übrigens kennt man dieses Phänomen natürlich nicht nur hierzulande; in jüngeren Jahren konnte ich mich in New York davon überzeugen, daß gerade wegen der damals üblen Verhältnisse an Schulen -- Faulheit als Tugend, Gewalt, Oberflächlichkeit, Nachgeben dem "Druck der Straße" u.a.) -- ausgebildete Lehrkräfte andere Berufe, so z.B. den des Taxifahrers oder Feuerwehrmann, wählten, wo sie zudem -- damals -- auch noch besser bezahlt wurden ... Allerdings kam dann später endlich ein Bürgermeister, der dort "aufräumte" und wieder für bessere Konditionen sorgte. Jedenfalls zeigten die Verantwortlichen in New York: man kann sehr wohl etwas machen, wenn man will und wenn man vor allem sehen kann / möchte, was tatsächlich vonnöten ist ...)
Zum Bild "Achtung! Kinder!": Achtung Kinder! soll hier bedeuten, auf Kinder Rücksicht zu nehmen, ihnen die gebührende Achtung entgegenzubringen. Also auch: aufpassen, Vorsicht walten lassen. Für die konkrete Arbeit der Lehrkräfte müßte es längst auch ein "Achtung-Schild" geben, dies dann aber als Warnungsschild: "Achtung Eltern! Achtung Administration! Achtung Politik! Achtung Gesellschaft!" Denn während sich andere zunehmend ihren Verpflichtungen faktisch entziehen, werden den Schulen immer mehr und nicht mehr zu bewältigende Aufgaben aufgezwängt. Und wenn dann in der Schule etwas falsch läuft, dann heißt es schlicht: die Lehrkräfte tragen Schuld am Versagen ... Jenen, mit diesen unhaltbaren Vorwürfen, täte ein regelmäßiger Blick in den eigenen Spiegel sicherlich sehr gut ...
Folgendes Bild: Am falschen Platz Schutz gesucht ...
"Haltet an Euren Träumen fest
Denn wenn die Träume sterben
Ist das Leben ein Vogel mit gebrochen Flügeln
Der nicht fliegen kann."
Langston Hughes
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"Dein Lebensglück ist wie ein Vogel, den du liebst. Du nährst ihn mit den Körnern deines Herzens und tränkst ihn mit dem Licht deiner Augen."
Khalil Gibran
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Wen Gott strafen will, dem schenkt er eine geltungsbedürftige Frau.
(Johann Caspar Lavater)
Aus einem tiefen Weltschmerz reißt uns zuweilen
sehr wohltätig ein kleines Alltagsärgernis.
(Francoise Sagan)
Wenig, aber mit Liebe.
(Homer)
Das Große ist nicht, dies oder das zu sein,
sondern man selbst zu sein.
(Seneca)
G r o K o (2018) 
(Mene mene tekel u-parsin)
Versuch einer Mehrfachsynthese aus
Hilflosigkeit, Ängsten und Furchtlagen,
Die Furcht wieder bescheidenere und kleine
Brötchen backen zu müssen – Geistesdarben,
Fern dem Auffangnetz intersubjektiven Halts,
In die Wirklichkeit von Bedeutungsarmut und
Abwesenheit von Mikrophonen und Kameras
in biederen Alltag zurück verwiesen …
Keine Aufmerksamkeit mehr den Balztönen!
Wörterschwadroniereien nun im Abseits –
Lang vermiedene Alltäglichkeit dann real
Wieder angekommen dort wo man hingehört:
In der Masse der Unscheinbaren und Zwerge.
Geistesarmut und Armseligkeit endlich entlarvt,
Politclowngetöse ihrer Maskerade entkleidet:
jene gewogen, als viel zu leicht empfunden …
Sammelsurium dreister Täuschungsszenarien!
Absurde fratzenhafte Präsentation als Gier!
Versuche sich unentbehrlich zu machen!
Verantwortungsgefühl als Werbefloskel und
Täuschung im eigenen Wert und Verständnis.
Kakophonie aufdringlich als Dauerberieselung.
Warum dafür all das Ausharren nach Nichts,
das mediale Treiben als Steigbügelhalter ...
Wie selbsttäuschend all die tumben Versuche!
Konstruktion vermeintlicher Bedeutung und
Unverzichtbarkeit akronymhaft gemeiselt,
Unfähig auch hier den Bumerang zu sehen!
Eigene Geistesbeschränkung gleichwohl von
Sensationshascherei medialer Gier gestützt:
GroKo (2018) vermeintlich von Inhaltswert,
dabei jedoch vielmehr nur: Großes Kotzen …
Selbst im Schöpfungsakt jenes vermeintlichen
Gehalts Opfer innewohnender Verblendung und
Dürre: die Politikkaste aus ihrer Verblendung,
die Medienschaffenden in der Vordergründigkeit
ihrer Sensationsgeilheit; das verwerfliche Ringen
aus Nichts etwas Gehaltvolles generieren zu wollen …
Doch nur: Unerträgliche Erbärmlichkeit im Denken!
Doch nur: Abscheuliche Scheinheiligkeit im Handeln!
Also Verzagen und Schweigen weil man der
Wirklichkeit glaubt keine Hoffnung geben zu
können – Nein! – keine falsche Resignation:
Poesie nur als Spielfeld für Ablenkung – Trash?
Mitnichten: all die drögen Unrühmlichkeiten,
Verlogenheiten, Ausflüsse der Mittelmäßigkeit
benennen, ihnen Gesichter geben, sie entkleiden:
deren Träger endlich ihre Macht nehmen …
(Fagusarua 25.01.2018)
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